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RPOnline 12-2010

Veröffentlichungen

Quelle: RP Online, 28. Dezember 2010 | 00.00 Uhr
Viersen: Sollen Katzen kastriert werden?


Viersen. Die Stadt Paderborn macht es bereits. In der Kreisstadt Viersen regt Almut Grytzmann-Meister vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) es jetzt an. Die Rede ist von einer Kastrationspflicht für Katzen. Von Natascha Becker

Die Problematik liegt klar auf der Hand. "In Viersen wird das Katzenelend immer größer", bringt es Almut Grytzmann-Meister vom BUND auf den Punkt. Katzen, die nicht kastriert sind und dann plötzlich ungewollt Nachwuchs erwarten, werden häufig im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt und sich selbst überlassen. Menschen ziehen um und lassen Katzen in der alten Umgebung zurück. Wer sich um sie kümmert, interessiert sie nicht. Die Katzen vermehren sich unkontrolliert und vegetieren elend vor sich hin, wenngleich sie zwar an einigen Stellen gefüttert werden.

Anregung im Ausschuss

Vor dem Hintergrund, dass eine Katze bis zu drei Würfe Junge im Jahr bekommen kann, steigt die Population gewaltig an. Das Tierheim des Kreises Viersen ist überfüllt und die Anrufe bei Katzenschutzbünden, wo andere Bürger über Ansammlungen von wild lebenden Katzen berichten und Hilfe anfordern, steigen. Das alles veranlasste Almut Grytzmann-Meister kürzlich im Ausschuss für Verkehr und Ordnung der Stadt Viersen eine Kastrationspflicht für Katzen anzuregen.
"Die Städte haben in dieser Hinsicht alle die gleichen Probleme. Die vielen Katzen sind aber auch ein Problem für etliche Bürger. Sie wollen sie nicht und möchten sie weg haben. Es muss also eine Lösung gefunden werden", betont die engagierte Umwelt- und Naturschützerin. In den Augen des BUND und auch der Katzenschutzverbände ist die Kastrationspflicht für Freigänger eine Möglichkeit, dem Problem ein stückweit entgegenwirken zu können.

"Wer sein Tier nicht kastriert und erwischt wird, zahlt dementsprechend ein Bußgeld. Mir ist klar, dass dies nicht alle Katzenbesitzer erschreckt, aber es wird bestimmt eine Vielzahl geben, die entsprechend reagieren", ist sich Almut Grytzmann-Meister sicher. Wenn nichts geschieht, um das Katzenelend in den Griff zu bekommen, befürchtet sie Zustände wie sie seit Jahrzehnten in einigen südeuropäischen Ländern herrschen.

"Es ist überlebenswichtig, dass etwas geschieht. Wir kommen mit der Arbeit nicht nach. Viele Menschen schaffen sich Katzen an, ohne an die Folgekosten wie Kastration zu denken. Das Ergebnis sehen wir heute", sorgt sich Marita Fruhen vom Viersener Verein "Vier Pfoten", der sich unter anderem um frei lebende Katzen kümmert, sie einfängt, kastrieren lässt und an Futterstellen versorgt. Allein in diesem Jahr ließ der Verein auf seine Kosten 180 Katzen im Kreis katastrieren. Zum Schutz der Tiere fordert er eine Kastrationspflicht.


Ein weiterer Aspekt der für eine Kastrationspflicht und somit ein Eindämmern der Fortpflanzung spricht ist die Problematik Krankheiten. "Eine Stelle, wo immer mehr und mehr Katzen zusammenkommen, ist ein möglicher Herd für Krankheiten", sagt Dr. Helmut Theißen, Leiter des Kreisveterinäramtes. Auch das Veterinäramt würde aus fachlicher Sicht eine Kastrationspflicht begrüßen, um die Zahl der freilebenden Katzen einzudämmen.

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