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Giftmüll in Dosen

Rund um die Katze > Tiernahrung

Tierfutter: Giftmüll in Dosen
Niki Vogt, 3.7.2011

Haben auch Sie wie viele Millionen andere ein Haustier? Achten Sie auf Ihre Ernährung? Und wie ist es beim Tierfutter? Die Wahrheit lautet:
Die Zutaten für unsere Tierfutter würde nicht einmal des Teufels Großmutter in ihrer Höllenküche verwenden. Wenn Sie den nachfolgenden Bericht gelesen haben, dann wissen Sie, wie giftige Chemikalien aus der Lebensmittelindustrie und andere ungeheuerliche Zutaten wieder über das Tierfutter entsorgt werden. Und die Verbraucher zahlen dafür auch noch.

Über Nahrungsmittel von Menschen und Tieren wird meist nur dann berichtet, wenn es in Zusammenhang mit verbotenen Zutaten wieder einmal spektakuläre Todesfälle gegeben hat. Wer seine eigene Gesundheit und die seiner vierbeinigen Hausgenossen schützen will, der sollte sich auch einmal mit der Qualität der Ernährung befassen. Man wird dann beim Tierfutter einige Überraschungen erleben. Man findet heute im ganz normalen Tierfutter, für das man im Handel viel Geld bezahlt, etwa folgende Zutaten:
Federn, Schnäbel, Geflügelkrallen, verwesendes Fleisch, Gewebe von Versuchsföten, tote sowie mit Viren und Bakterien verseuchte Versuchstiere. Alles das hat dann mehrere Verarbeitungsstufen durchlaufen und ist nicht mehr wieder zu erkennen. Auf der Zutatenliste der Tierfutterverpackung wird es nur noch als "Protein" deklariert. Mit Federn, Schnäbeln und verwesendem Fleisch kann man heute schnell reich werden, wenn man es nur ganz legal als "Protein" verkauft. Im Hunde- und Katzenfutter finden sich zudem vor allem Schlachtabfälle. Dagegen wäre eigentlich Nichts einzuwenden, denn Raubtiere fressen freier Wildbahn ja auch alles von ihren Beutetieren, was sie bekommen können. Das entspricht ihrer Natur. Man sollte allerdings wissen, welche Schlachtabfälle zu Tierfutter verarbeitet werden. Auch da geht es vor Allem um den Preis, also um den möglichst großen Gewinn. Zu den billigsten Schlachtabfällen gehören die Organe von Tieren, die zum Zeitpunkt ihrer Tötung von Tumoren, Abszessen, Viren, Würmern und anderen Parasiten befallen waren. Da bekommt das Wort "Wurmkur" eine ganz neue Bedeutung. Theoretisch müsste das Alles aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen verbrannt werden, denn im Futter für die Tiere werden solche Schlachtabfälle zu gesundheitlichen Zeitbomben. Diese Schlachtabfälle werden allerdings häufig zu Hunde- und Katzenfutter verarbeitet. Man umgeht in einigen EU-Ländern bestehende Verarbeitungsverbote einfach, indem man es in andere EU-Länder exportiert und dann wieder über Drittstaaten als "Importfleisch" einführt. Welche Qualität das verwendete Importfleisch oder daraus erstellte Produkte haben, lässt sich später beim Griff zur Futterdose nicht mehr feststellen. In jedem EU-Land gibt es für die Produktion von Tierfutter andere Gesetze - trotz EU-Richtlinien. In Frankreich sind die Gesetze viel großzügiger, wenn es um die Frage geht, was für die Herstellung von Tiernahrung zugelassen ist. Dort dürfen überfahrene oder gekeulte Tiere, sezierte Tiere und sogar jene, die nachweislich an übertragbaren Krankheiten gelitten haben, zu Tierfutter verarbeitet werden. Wer glaubt, er könne seinem vierbeinigen Hausgenossen durch vegetarisches Futter, Gemüse- und Getreidebeimischungen das Alles ersparen, der irrt gewaltig. Zwar werden dem Tierfutter in Deutschland jährlich mehr als 700.000 Tonnen Gemüseanteile beigemischt; das aber sind Abfälle aus der Landwirtschaft, die für die Herstellung von für Menschen bestimmten Nahrungsmitteln nicht mehr verwendet werden dürfen. Im Klartext: Meist ist das pflanzliche Material schon verfault oder angeschimmelt. Der Brei aus verdorbenen Pflanzen wird mit Abfällen aus der Lebensmittelindustrie wie Öl, Paraffin, Zucker oder Bier versetzt. Darin findet sich ein Chemikaliencocktail, der für die Reinigungsabläufe zwischen den Herstellungsprozessen der Lebensmittelindustrie benötigt wird. Pestizide, Schwermetalle, Östrogene, Antibiotika und andere Stoffe werden so entsorgt. Hinzu kommen: Antikeimungsmittel, Pilzbekämpfungsmittel, Wasch- und Schälmittel und Insektenvernichtungsmittel. Sie alle finden sich häufig im Katzen- oder Hundefutter. Bei Produkttests wurden auch Blei, Quecksilber, Cadmium, PCB, DDT, Lindan und andere Umweltgifte gefunden. Die EU-Richtlinien erlauben solche Stoffe in bestimmten Mengen in der Tiernahrung; und die Hersteller achten darauf, dass die Höchstwerte eingehalten werden. Gesund aber ist das garantiert nicht.
Die Hersteller geben gigantische Summen aus, um den Kunden zu suggerieren, ihre Produkte bestünden nur aus den besten Zutaten. Die großen Unternehmen geben heute pro Jahr etwa eine Viertel Milliarde Euro für entsprechende Werbung aus. Das Geld muß irgendwie wieder hereinkommen. Am verlässlichsten ist es, möglichst billige Zutaten extrem teuer zu verkaufen. Man konzentriert sich dann bei der Werbung für Hunde- oder Katzenfutter auf die wertvollen "Spurenelemente" - und verschweigt, woraus die Masse des Produkts besteht. Wir Menschen geben oft mehr Geld für Tiernahrung aus als für unsere eigene Ernährung.
Damit die Tiere beim Anblick der grauenhaften Masse namens Hunde- und Katzennahrung nicht ekelgeschüttelt vor ihrem Futter davonlaufen, greifen die Hersteller tief in die Trickkiste. Auf ein bisschen mehr oder weniger Chemie kommt es ja jetzt nicht an. Man trickst den Geruchs- und Geschmackssinn der Tiere aus. Die bei der Herstellung von Menschennahrung gewonnene Erfahrung hilft dabei. Auch bei uns wirken geschmacksverstärkende oder verschönernde Stoffe wie Glutamat, Zucker, Karamell, Hefeextrakt, künstliche Farb- und Aromastoffe, Esterverbindungen und Melasse hervorragend. Müslijoghurts enthalten ja bisweilen in größerer Menge Sägemehl; und wir verspeisen das auch noch mit Genuß - und Ananasfruchtfleisch besteht bei manchen Herstellern aus Sauerkraut mit Ananasgeschmack-Ester. Auch das ist aufgeklärten Konsumenten längst bekannt. Aber richtig "lecker" wird es beim Tierfutter. So lassen Leberspray und Fettgeschmackersatz das Futter gut riechen, täuschen die Geschmacksnerven und machen Hunger auf mehr. Die Hersteller der Aromen werben bei den Tierfutterherstellern damit, dass "die Aromen im Futter unangenehme Zutaten maskieren". Die angeborenen feinen Sinne und Instinkte, die das Tier in der Natur vor schlechter Nahrung warnen, werden so einfach ausgehebelt. Die Tierhalter ahnen nichts davon.
Mehr als
50.000 Tonnen (!) Geschmacksverstärker werden jedes Jahr ins Tierfutter gemischt, allen voran Glutamat. Dieser Zusatzstoff ist äußerst umstritten, weil er Entwicklungsstörungen verursachen soll. Bei Mensch und Tier führt Glutamat nachweislich zu deutlich gesteigertem Appetit und so auch zur Gewichtszunahme. Die immens gestiegene Anzahl fettleibiger Haustiere ist ein auffälliges Phänomen, das Tierärzte weltweit überall dort beobachten, wo Fertigtiernahrung verfüttert wird. Beliebt bei Tierhaltern ist vor Allem Trockenfutter, meist in Form von Pellets. Es lässt sich gut aufheben, verdirbt nicht schnell und wird mit den schönsten Versprechungen beworben. Man sieht vor dem geistigen Auge grüne Wiesen, fröhliche, gesunde Tiere, innige Momente zwischen Mensch und Tier. Die Futterkügelchen bestehen hauptsächlich aus Getreide und Tiermehl aus den oben schon beschriebenen Abfällen. Die Rohmasse wird heiß in Form gepresst und getrocknet. Damit Hund und Katze das dann fressen, bekommen sie eine Ummantelung aus lecker duftenden Geschmacksverstärkern. Oft gewöhnen die Tiere sich so sehr an den angeblich guten Geschmack, dass sie anderes Futter ablehnen.
Zu den schon im Tiermehl oder Getreide enthaltenen Rückständen und Giften kommen beim Pellet-Herstellungsprozeß bei manchen Herstellern
noch einmal Stabilisatoren für das Gemisch, pilztötende Substanzen, damit es nicht schimmelt; zudem auch Feuchtigkeitsinhibitoren, damit die Pellets trocken bleiben und nicht in der Packung aufquellen. Die getrockneten Pellets quellen erst im Magen der Tiere auf und sind schwer verdaulich. Nach Angaben vieler Tierkliniken verursachen die aufgequollenen Pellets häufig die gefürchtete und tödliche Magendrehung bei Hunden.
Katzen vertragen pflanzliches Eiweiß und Getreide noch schlechter als Hunde. Bei Fütterung mit den trockenen Pellets müsste die Katze eigentlich mindestens das Dreifache an Wasser trinken, um ihren Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten. Katzen trinken aber wenig. Das ist genetisch so. Die Folge sind Dehydrierung, Nierenerkrankungen und Blasenprobleme. Beim Einkaufen von Tierfutter schützt auch kein Vertrauen in Bio-Siegel (was manche Tierhalter ja noch immer als Beleg für gesundes Futter halten). Das Übergewicht von pflanzlichen Zutaten, selbst wenn sie von guter Qualität sind, bringt den Stoffwechsel des Raubtieres Hund oder Katze garantiert aus dem Gleichgewicht. Zudem ist auch die Balance der notwendigen Vitamine und Mineralien gestört. Gewürze und Kräuter können sogar gefährlich für Hunde und Katzen werden. Knoblauch zum Beispiel enthält Schwefelverbindungen, die bei vielen Tierrassen giftig wirken. Die Tiere reagieren mit Durchfall, Erbrechen, häufigem, lebenslangen Husten oder Blut im Urin. Es gibt allerdings auch gutes Futter. Nicht alle Tiernahrungshersteller verkaufen Giftmüll in Dosen; aber sehr häufig stellen Tierärzte fest, dass mit dem Einzug von Fertigfutter als verbreiteter Haustierernährung auch die Krankheiten gekommen sind, die es früher bei den Tieren nicht gab: Diabetes, nervöser Darm, Allergien, Hautkrankheiten, Arthritis und Arthrose, und vor Allem Krebs. Gerade die Häufigkeit von Krebs steigt nach Angaben der Tierärzte direkt proportional mit den Umsatzzahlen beim Fertigfutter. Das lässt sich ebenso auch beim Menschen beobachten. In Ländern, in denen besonders viel Fertiggerichte und verarbeitete Nahrungsmittel gegessen werden, ist die Krebsrate ebenfalls besonders hoch. Die Deutschen gaben im Jahr 2010 mehr als zweieinhalb Milliarden Euro für Tierfutter aus. Das ist ein riesiger Markt. Billig ist das Futter keineswegs. Was tun? Tierärzte raten dazu, nicht nur die Liste der Inhaltsstoffe auf den Dosen genau zu studieren. Wenn dort nur "Proteine" angegeben werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um die beschriebenen tierischen Überreste und Abfälle handelt. Der Prozentsatz an pflanzlichen Zutaten und wie sie bezeichnet werden, ist ebenfalls wichtig. Ein zu hoher Pflanzenanteil ist für den Stoffwechsel von Raubtieren extrem ungesund. Am Besten, so empfehlen Tierärzte, sollte man mehrmals in der Woche dem Tier selbst gekochtes Fleisch, echte Knochen mit Fleischresten geben und zudem möglichst ungewürzte Fleischreste. Besonders beim Kauen und Nagen an echten Knochen werden die Zähne gepflegt und gefestigt. Die Bestandteile und Mineralien im Knochen versorgen das Tier mit Mineralien, Phosphor, Kalzium und Spurenelementen. Hinzu kommt: Das Tier hat noch eine Beschäftigung, die seinen Instinkten sehr entgegenkommt.

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Weiterführende, interessante Literatur:
Hans-Ulrich Grimm - "Katzen würden Mäuse Kaufen"

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