Vier Pfötchen-Viersen


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Bobby

Geschichten aus dem Tierschutz > Hunde

Geschichten aus dem Alltag der Pflegestellen

"Unglaublich"

Ein befreundetes Ehepaar hatte sich entschlossen, einen Hund anzuschaffen und fragte mich, ob ich ihnen einen vermitteln könnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mehrere Hunde in meiner Pflegestelle. Das Ehepaar besuchte mich und entschied sich dann
für den
kleinen braunen Mischling "Bobby".

Nachdem wir die Formalitäten erledigt hatten, fragte ich sie nochmals, ob sie sich sicher wären!.Sie meinten, sie hätten schon seit 1 Jahr überlegt, sich einen Hund anzuschaffen, und jetzt wären sie sich sicher. Das Ehepaar hatte Haus und Garten, und die Frau war den ganzen Tag zuhause, eben ideale Voraussetzungen. Bobby machte sich gut im neuen Heim und ging sofort mit den Leuten, besonders mit dem Mann, eine innige Beziehung ein. Nach ein paar Tagen telefonierten wir nochmals, und mir wurde versichert, alles sei super. Bobby hatte sich prima eingelebt, war lieb und unkompliziert.

In der zweiten Woche bekam ich einen Anruf. Das Ehepaar teilte mir unter Tränen mit, daß sie Bobby zurückgeben müßten, am besten sofort. Ich traute meinen Ohren nicht! "Warum, was war denn passiert" fragte ich. Der Mann erklärte, daß seine Tochter mit dem Enkelkind zu Besuch gekommen waren, und die Tochter hasste Hunde. Sie drohte damit, den Enkel nicht mehr zu Oma und Opa zu bringen, falls der Hund nicht abgeschafft würde. Als ich das hörte, fragte ich nur, wie sie sich auf so eine Erpressung einlassen konnten.

Es half alles nichts - die Leute wollten nicht auf Tochter und Enkel verzichten, also kam Bobby zurück. Da denkt man, daß man die Leute einschätzen kann, und dann soetwas. Ich war fassungslos, da überlegen die Leute ein Jahr lang und lassen sich dann soetwas bieten. Ich saß mit den Leuten im Wohnzimer und ging mit ihnen die ganze Sache nochmals durch. Während der ganzen Zeit saß Bobby, eng an sein "Herrchen" geschmiegt, da. Als das Ehepaar zur Tür hinaus ging, lief Bobby natürlich mit, ich mußte ihn festhalten, sonst wäre er wieder mit ins Auto gesprungen.

Als die Tür hinter den Leuten zufiel, sprang der arme Bobby bellend und jaulend an der Haustür hoch. Ich brachte ihn ins Wohnzimmer zurück und versuchte, ihn zu beruhigen, was mir aber nicht gelang. Er winselte und schaute sehnsüchtig immer wieder zurTüre. Selbst das kleinste Geräusch draußen ließ ihn hochspringen und zur Tür rasen, wo er dann an Holz und Holm kratzte. So ging das die ganze Nacht. Vor Jaulen, Jammern, Heulen und Winseln konnte ich keinen klaren Gedanken fassen. Ich verwünschte diese Leute …..!

2 Tage später rief das Ehepaar nochmals an und fragte auch noch, ob der Hund denn sauer wäre! Mittlerweile hatte Bobby sich auch schon wieder etwas gefangen und spielte auch bereits mit meinen anderen Hunden. Dann kamen neue Interessenten für Bobby, eine Familie mit 2 Kindern. Sie schlossen Bobby sofort ins Herz. Nach Abklärung der Formalitäten zog Bobby in sein neues Zuhause. Dort lebt er glücklich und zufrieden immer noch.

Übringens bekam ich nochmals einen Anruf von Bobby´s ersten Besitzern:
Sie erkundigten sich nach ihm und bereuten, ihn abgegeben zu haben, fragten, ob er noch da wäre, sie hätten ihn soooooo gerne zurück.
Mit der Tochter hätten sie sich ausgesprochen.....

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